Das Objekt
Das Restaurant „Daily am Dom“ eröffnete bereits im Juni 2024, während der Co-Working Space sich aktuell noch im Aufbau befindet. Beide Bereiche sind in den Räumen der Wäscherei und des Versorgungstrakts des ehemaligen Gefängnisses untergebracht. Damit wird ein spannender Kontrast zwischen Historie und zeitgemäßer Nutzung geschaffen. Der Gebäudekomplex liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Landgericht und Dom – zentral im historischen Herzen von Stendal. Über ein Jahrhundert lang prägte das Gefängnis das Areal. Bis Anfang 2010 waren hier bis zu 80 Häftlinge untergebracht. Nachdem in Burg ein moderner Neubau für die Justizvollzugsanstalt entstand und das alte Gebäude insbesondere durch Sturmschäden stark sanierungsbedürftig wurde, stellte das Land Sachsen-Anhalt die Nutzung ein. Seitdem wurde der Komplex behutsam saniert und umgebaut – mit großer Rücksicht auf die historische Bausubstanz. Die äußere Gestalt des denkmalgeschützten Backsteinbaus aus dem Jahr 1904 blieb weitgehend erhalten. Der große Gefängnistrakt beherbergt heute 24 Wohnungen auf ca. 3.800 Quadratmetern.
Das freistehende Wirtschaftsgebäude des Gefängnisses, mit Wäscherei und Versorgungstrakt, umfasst etwa 800 Quadratmeter. Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant „Daily am Dom“ mit großer Außenanlage, modern renoviert mit liebevollen Details. Im Obergeschoss des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes entsteht eine Co-Working-Area – als Teil eines ganzheitlichen Nutzungskonzepts. Ein dort befindlicher Andachtsraum mit großen runden Buntglasfenstern und angrenzender Dachterrasse wird künftig für Workshops und Veranstaltungen zur Verfügung stehen. So verbindet das „Daily am Dom“ auf beeindruckende Weise kulinarischen Genuss, gemeinschaftliches Arbeiten und geschichtsträchtige Architektur – ein Ort, an dem Vergangenheit und Zukunft ein neues Zuhause finden.Die Lage
Das „Daily am Dom“ mit Co-Working Space liegt im Zentrum von Stendal unmittelbar an der Einkaufspassage, zu Fuß gut erreichbar vom Bahnhof mit ICE-Anbindung nach Berlin und Hannover.
Der Ort
Die Hansestadt Stendal mit ca. 40.000 Einwohnern ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landkreises Stendal in der Altmark. Bereits im 12. Jahrhundert wurde Stendal erstmals urkundlich erwähnt. Dank ihrer Lage an alten Handelswegen stieg die Stadt im Mittelalter zu einem bedeutenden Mitglied der Hanse auf – das spiegelt sich noch heute in der gut erhaltenen Altstadt wider. Stendal war über Jahrhunderte ein wichtiges Verwaltungs- und Handelszentrum. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zudem zu einem Knotenpunkt im Eisenbahnnetz – davon zeugen der historische Bahnhof und die Bahnverbindungen von ihrer verkehrstechnischen Bedeutung.
Heute zeigt sich Stendal offen und zukunftsorientiert. Die Hochschule Magdeburg-Stendal ist hier mit einem Standort vertreten und bringt Studierende, Forschung und frische Ideen in die Stadt. Zugleich ist sie kulturelles Zentrum der Region: Das traditionsreiche Theater der Altmark bietet Schauspiel, Musik und Kinderstücke auf hohem Niveau und zieht Publikum weit über die Stadtgrenzen hinaus an.Die Menschen
2012 erwarb die Unternehmerin Bianka Richter-Mendau das Gebäude. Nach der Sanierung begannen Umbauarbeiten, um Wohnungen in dem ehemaligen Gefängnis entstehen zu lassen. Im ersten Bauabschnitt wurden etwa 24-29 Wohnungen geplant bzw. fertiggestellt. Einige Mieter bezogen ihre Wohnungen bereits Ende 2015/2016. Pächter des Wirtschaftsgebäudes und Initiator des Projekts (Gastronomie und Coworking) ist der Jörg Engel-Siersleben. Gemeinsam mit der Besitzerin des Gebäudekomplexes haben sie sich auf diese außergewöhnliche Nutzung des alten Gebäudes geeinigt.
"Als ich mir die Räume hier angesehen habe, da ratterten die Ideen nur so durch meinen Kopf", sagt Siersleben, der in Stendal bereits im "Schwarzen Adler" und auch im "Mainly" mitwirkte. Auch im Schwarzwald war er bereits tätig. Mit zeitgemäßen Gastronomiekonzepten ist er also durchaus vertraut. Wie er betont, ist es aber immer ein Erfolg des gesamten Teams, wenn diese Konzepte fruchten.Leben und Arbeiten vor Ort
Durch die Schaffung einer innovativen und flexiblen Arbeitsumgebung soll lokales Unternehmertum gefördert und die wirtschaftliche Entwicklung der Region unterstützt werden. Das Restaurant samt Co-Working Space soll ein in der Region bekannter Raum werden, der Networking und Zusammenarbeit zwischen lokalen Geschäftsleuten, Start-ups, Freiberuflern und digitalen Nomaden erleichtert. Das Projekt soll zur Keimzelle für neue Geschäftsideen, Kooperationen und Innovationen werden.
Co-Working und gemeinsam essen stellt die perfekte Symbiose zum Networking her. Gerade wenn man nicht an seinem üblichen Arbeitsplatz arbeitet, stellt die Frage nach der Versorgung ein Hauptproblem dar, genauso wie bei jedem Workshop und Meeting. So wichtig wie die Internetverbindung ist auch die Mittagsversorgung. Beides in perfekter Abstimmung und mit einer modernen Ausstattung unter einem Dach anzubieten, schafft eine optimal entspannte Atmosphäre und eine gute Umgebung für kreative Prozesse und das Führen von Geschäften. In dieser entspannten und doch spannenden Umgebung mit einer hohen Emsigkeit allein schon durch das Front-Cooking und das Mittagsgeschäft entstehen innovative Gedanken leichter und Gespräche, die zu neuen Geschäftsbeziehungen führen können, gefördert werden. Ein Co-Working Space mit dem Vorhandensein auch größerer Räume und einem Restaurant ermöglich aber auch die Einbindung der lokalen Bevölkerung durch Veranstaltungen, Workshops und andere Aktivitäten, die zur kulturellen Vielfalt der Stadt beitragen.Zukunft vor Ort
Die einmalige Arbeitsumgebung wird mit einem qualitativ hochwertigen gastronomischen Angebot kombiniert, um eine einzigartige Synergie zwischen produktiver Arbeit und sozialem Austausch zu erzeugen. Der Co-Working Space wird optimal an die Bedürfnisse eines modernen Arbeitsplatzes angepasst, mit flexiblen Arbeitsbereichen, festen Arbeitsplätzen, Besprechungsräume und eventuell privater Büros.
Ein Raum soll als flexibel zu nutzender Arbeitsraum samt kleiner Teeküche gestaltet werden. Der zweite Raum soll so eingerichtet werden, dass er mehrere feste Einzelarbeitsplätze ermöglicht oder als ein privates Büro von einem Unternehmen genutzt werden kann, exklusiv buchbar, z.B. als Satellitenstandort. Die Ausstattung mit hochwertigem Mobiliar, technischer Infrastruktur wie schnellem Internet, Druckern, Beleuchtung, mindestens einer Telefon-Box und ergonomischen Arbeitsplätzen ermöglicht sorgenfreie Arbeitsbedingungen. Zu dem Konzept gehört ebenso die Entwicklung eines starken Community-Managements, das Veranstaltungen, Workshops und Networking-Möglichkeiten organisiert, um eine lebendige Gemeinschaft zu fördern und den Austausch zwischen den Mitgliedern zu erleichtern.Besonderheit
Eine digitale Arbeitswelt fügt sich hier angenehm in historischer Umgebung ein, ein entspanntes Mittagessen, bei dem man abschalten kann, ein stetes Treiben in der direkten Nähe zum besonnenen Domplatz. Scheinbare Widersprüche lösen sich mühelos auf und die Idee eines Platzes zum Arbeiten bekommt einen Hauch von Leichtigkeit.
Nur mit geeigneten Fördermitteln kann das Projekt vollständig umgesetzt werden. Aktuell besteht die Möglichkeit, dass dieses Projekt über Leader Mittel realisiert werden kann. Der erste Schritt ist getan.Angebote
- Flex Desk (flexibler Arbeitsplatz) → 199 € / Monat (Bindung 6 Monate)
- Fix Desk (fester Arbeitsplatz) → 230 € / Monat (Kündigung monatlich möglich)
- Tagesticket (Flex Desk) → 19 € / Tag
- (alle Tarife sind inklusive Highspeed-WLAN, Kaffee, Tee, Drucker- und Scanner-Nutzung)
- mögliche Add-Ons: Meetingraum (20€/h), zusätzlicher Bildschirm (5€/Tag), Postadresse und Firmenschild (nur für monatliche Kunden - 40€/Monat)
- Verwaltet werden die Buchungen über: https://www.cobot.me/de
- Zugang und Schließsystem über: https://saltosystems.com/de-de/technologieplattformen/salto-ks/